Fischer’s Fritz backt frische Fische

Mein Vater, ein passionierter Fliegenfischer, hat die Familie mit frischem Fisch aus den Flüssen versorgt. Fänge wurden allerdings immer seltener in den letzten Jahren. Obwohl man im Allgemeinen davon ausgehen könnte, dass die Wasserqualität besser geworden sei, so ist genau das Gegenteil der Fall. Unter anderem ist die so genannte chemische Verschmutzung schuld. Hormone wie etwa die der Anti-Babypille oder aus unseren Kosmetikprodukten (z.B. Sonnencremes) können in den Kläranlagen nicht gefiltert werden. Unsere glasklaren Bäche und Flüsse mögen über die Tatsache hinweg täuschen, aber die Gewässer sind arg verschmutzt und der Bestand an Fischen nimmt stetig und trotz grosser Bemühungen dramatisch ab.

Darum ist es ist eine Illusion zu glauben, dass die in einem Seerestaurant bestellten Egli-Knusperli aus den hiesigen Seen stammen. Meist kommen sie aus Osteuropa. Der Eigenbedarf an Süsswasserfischen kann schon seit Jahren nicht mehr mit dem Angebot aus den einheimischen Gewässern gedeckt werden.

Diese Tatsache mag dem einen oder anderen den Appetit verderben, but: that’s the ugly truth!

Darum habe ich mich besonders gefreut, als mir mein Vater dieses Jahr drei dicke fangfrische Bachforellen zum Geburtstag geschenkt hat.

Photo 11.05.14 17 25 46-001Was macht man mit denen? Am liebsten brate ich sie in der Pfanne mit Butter an, damit die Haut schön knusprig wird. Sie müssen vorab innen und aussen mit Salz und Pfeffer gewürzt werden und das reicht dann schon aus. Diese Fische waren dafür jedoch zu gross oder meine Pfanne zu klein :). Ich habe sie daher in der Folie im Backofen zubereitet. Natürlich kann man es auch auf dem Grill machen. Eigentlich ist es bubi-einfach, ich schreibe es aber trotzdem auf!

Forelle im Ofen oder auf dem Grill

Zutaten (pro Fisch):

optional: Gemüse in Julienne-Streifen: Rüebli, Spargeln, Lauch etc.
frische Kräuter: Peterli, Estragon, Basilikum, Schnittlauch etc. (ich würde keinen Rosmarin nehmen)
Etwas Butter (oder auch Olivenöl)
Einen Schuss Weisswein
1-2 Zitronenscheiben
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. Fische gut ausspülen, danach mit dem Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen.

2. Ein grosses Stück Alufolie abreissen, wo der Fisch gut drinnen Platz hat. Die Stelle, wo der Fisch liegen soll gut mit Butter oder Öl einfetten. Gemüse darauf legen. Den Fisch daraufbetten, innen und aussen würzen, den Bauch grosszügig mit den Kräutern füllen und auch noch einige darauflegen. Darüber kann, wer mag noch 1-2 Zitronenscheiben legen. Evtl. noch ein paar Butterflöckli obendrauf.

3. Die Folie etwas anheben und vorsichtig einen Schuss Weisswein zum Fisch gesellen. Danach die Folie luftdicht, aber nicht zu eng am Tier schliessen.

Im Backofen:
Im vorgeheizten Backofen bei ca. 190 Grad für 20 Minuten (je nach Grösse des Fisches) backen. Ob der Fisch gar ist, merkt man, wenn man mit dem Finger aufs Fleisch drückt oder wenn sich die Flossen einfach hinausziehen lassen.

Auf dem Grill:
Geht es etwas schneller: circa 10 bis 15 Minuten je nach Grösse des Fisches. Ob der Fisch gar ist, erkennt man daran, dass sich die Flossen einfach hinausziehen lassen.

Dazu passt: Ein frischer, knackiger Blattsalat (z.B. einen schönen Kopfsalat) und ein feines Glas Sauvignon Blanc.

Kommentar: Wie esse ich einen ganzen Fisch? Mit der Haut wer mag und auf gar keinen Fall die leckeren Bäggli vergessen! 2015-06-18

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