Über mich

Nose to Tail ist für mich kein flüchtiger Trend, vielmehr geht es um den gesunden Menschenverstand: Wer sich nur auf wenige Stücke vom Tier beschränkt, entzieht sich der Vielfalt und dem kulinarischen Reichtum des Lebensmittels Fleisch.

Wir Schweizer essen jährlich im Schnitt 51 Kilo Fleisch und vermehrt Edelstücke. Diese Rechnung geht für mich nicht auf. Schieres Muskelfleisch ist gefragt: Fleisch, ohne Knochen, ohne Sehnen und ohne Fett. Ein Lebensmittel, das nicht ans Tier erinnert und auch nicht zu intensiv danach schmecken darf. Es ist ein Selbstbetrug. Innereien verleugnen dagegen ihre Herkunft nicht und konfrontieren dich mit dem Tod eines Lebewesens.

Ich bin keine ausgebildete Metzgerin und eigentlich auch keine Köchin. Im Jahr 2014 war ich bloss eine Konsumentin, die über Genuss und Liebe zu Lebensmittel schreiben wollte. Über Esskultur und über das schnörkellose Kochen Zuhause. Jeder findet Philosophie Nose-to-Tail sinnvoll. Aber selber kochen und essen? Nein danke. Ich musste bei mir selber ansetzen: Mein eigenes Konsum- und Essverhalten ändern. In dieser Botschaft steckte mein ganzes Herzblut. Ich habe meine eigenen Hemmschwellen überwunden, und unzählige zeitgemässe Rezepte mit Innereien in den eigenen vier Wänden kreiert und versucht eine aktive Diskussion in den Medien anzustossen. Ich habe Blutkuchen- und Innereien-Grillparties mit Freunden veranstaltet. Ich habe etliche öffentlichen Bibliotheken angeschreiben und sie gebeten, ihre Kochbücher zum Thema Fleisch aufzufrischen. Ich habe nach den verbliebenen europäischen Handwerks-Metzgereien mit eigenen Schlachthäusern gesucht (Inserat im Metzgermagazin) und diese publik gemacht.

Ich habe die vergessenen Fleischschnitte aufgearbeitet. Und ich habe ein Poster konzepiertwelches das Rindvieh von Kopf bis Schwanz würdigt und die diversen Second Cuts mit ihren internationalen Bezeichnungen auflistet.

Ich habe grossartige Sponsoren überzeugen können, meine Social Media-Kampagne „Mehr als Fleisch“ zu finanzieren.

Ich habe Bauern und ihre Tiere besucht, aber auch viele Schlachthöfe und selber beim Schlachten und Entbeinen mitgeholfen. Im August durfte ich ein Praktikum in einer Metzgerei und Schlachthäuschen absolvieren.

Inzwischen habe ich eine kleine Agentur gegründet. Mein Wissen teile ich in Workshops und bei Referaten in der Schweiz und im Ausland.

 

 

Wenn nicht ausführlich als Artikel auf diesem Blog, dann halte ich die Erlebnisse und Gedanken auf meinem Instagram-Account fest.

 

Mein Nose-to-Tail-Poster – hier bestellen
Im Metzger-Praktikum bei der Familie Goldener in Salez
Testküche für die Zeitung 20 Minuten – siehe Video

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