vom Schnörrli bis zum Schwänzli: Metzgete im Geere

Alle Jahre wieder hasst mich mein Freund. Die Blätter verfärben sich und meine Lieblingszeit naht. Und dann…? Ja dann ist es Zeit für bestimmte Traditionen. Wo die meisten Mädels Reissaus machen, bekomme ich glänzige Äugli: Es ist Zeit für die Metzgete.

So urchig, ruppig und korpulent die Bedienung, so „währschaft“ das Essen. Mein Grossvater hatte die These, dass die Metzgete im hintersten Tal, beim letzten Bauern, im heruntergekommensten Schuppen am besten sein müsse.

Nicht am Ende der Welt, aber schon etwas abseits, liegt der Gasthof Geeren, der jeweils im Herbst einen Monat-lang Blutwurst und Co. serviert.

Ich habe dort noch nie eine Schlachtplatte bestellt, obwohl ich schon mit sehr gierigen Herren zu Gast war! An dieser Stelle: Juuuungs, beherrscht euch bitte! Auch wenn es euch in den Fingern juckt und ihr sie unbedingt bestellen möchtet: „normale“ (was immer das auch heissen mag) Menschen können die nicht bewältigen. Die Portionen sind riesig! Ich bestelle Chrut und Rösti mit Blutwurst und Apfelmus. Dazu einen weissen Suser. Dessert, Vorspeise brauche ich alles nicht, ich nehme eh meist die halbe Portion meiner Bestellung noch mit nach Hause! Wie gesagt, ich gehe einmal im Jahr hin und dann war’s das aber auch :).

An dieser Stelle eine Liebeserklärung meinerseits an die Rösti – knusprig mit viel Butter gebraten, so wie es sein muss. Bitte nicht auf die Idee kommen, die Salzkartoffel zu bestellen!

Ich frage mich, ob Martin Suter bei seiner „Business Class“ Kolumne an den Gasthof Geeren dachte. Wahrscheinlich schon….

Ein weiteres Highlight in diesem urchigen Gasthof sind die Gäste. Von links bis rechts, vom Hipster bis zum Bademeister und irgendwelche lokale Berühmtheiten – alle kommen sie.

 

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