Pulled Beef mit Ras el Hanout

Sommer verpflichtet zum Grillieren. Eigentlich. Im Moment ist mir aber bei der Hitze nicht nach Feuer machen. In meiner kleinen 80er-Jahre-Küche ist es kühler. Deshalb möchte ich euch mit diesem Beitrag auch zu einem Schmorgericht verführen.

Letztes Jahr habe ich auch gezeigt, wie man mit dem Dampfkochtopf ganz unkompliziert Pulled Pork (Pulled Pork in 90 Minuten – hier entlang) machen kann. Dieses Experiment wiederhole ich mit nun mit Rindfleisch. Natürlich könnt ihr mit dieser Pulled-Beef-Variante keinen eingefleischten BBQ-Fan bekehren. Ihr könnt weder mit Rauchgeschmack, noch verführerischer Kruste auftrumpfen, aber die Dampfkochtopf-Variante konserviert die Aromen besser. Und es trocknet weniger schnell aus. Das ist bei Rindsbraten oftmals ein Problem.

Beim Thema Dampfkochtopf werde ich schon fast missionarisch: Geht in die Brockenstube oder auf Ebay, und kauft auch einen gebrauchten Topf. Es wird die beste Investition sein, die ihr je für eure Küche getätigt habt. 

Pulled Beef mit Ras el Hanout

Zutaten für 4 Personen:

500 g Bratenstück, z.B. Hals oder Haxen*
Sonnenblumenöl zum Anbraten
1 grosse Zwiebel gehackt
2 Knoblauchzehen
1 Dose Pelati
1 Chili, entkernt
Kräuter: 1 Lorbeerblatt, 1 Zweiglein Thymian
1/2 – 1 TL Ras el Hanout
1 Prise Zucker
evtl. Zimtrinde
Salz und Pfeffer

* lasst euch vom Metzger beraten. Das Fleisch sollte nicht zu mager sein. Ich habe ein Onglet verwendet, weil es nicht mehr frisch genug zum Kurzbraten war (Asche auf mein Haupt – das ist schade ums schöne Fleisch!). Ich rate euch aber, ein schönes Bratenstück für dieses Gericht zu kaufen. 

  1. Fleisch frühzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Rundum im Dampfkochtopf anbraten.
  2. Fleisch aus dem Topf heben, Zwiebeln darin anschwitzen. Fleisch und restliche Zutaten beigeben.
  3. 60 bis 90 Minuten im Dampfkochtopf garen (je nach Fleischstück). Fleisch aus der Sauce heben. Die Sauce weiter einkochen. Das Fleisch währenddessen mit zwei Gabeln in seine Fasern zerzupfen. Wieder mit der eingedickten Sauce mischen und abschmecken.

Serviervorschlag: mit Ruccola und Minz-Joghurt im Pitabrötli.

Meine Bloggerkollegin Michèle von stadt-land-gnuss.ch hat letztes Jahr die Aktion „Schmoren im Sommer“ gestartet. Dieses Rezept möchte ich gerne beisteuern.

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