Bretzeli mit Zigerklee

Man liebt ihn oder hasst ihn. Viel dazwischen gibt’s wohl nicht. Die Rede ist vom Schabziger, jenem grünen Kässtöckli aus dem Glanerland. Ich gehöre zu den Liebhabern und streiche ihn mir mit Butter und Erdbeerkonfiture dick aufs Brot. Dann muss ich aber alleine frühstücken, denn dem Mitbewohner dreht es beim beissenden Geruch fast den Magen um.

Lange war mir nicht bewusst, dass nicht allein der Käse, sondern vielmehr ein Kraut für dieses Aroma steht. Dem Zigerklee verdankt der Käse aber nicht nur den intensiven Geschmack, sondern auch die typische, grüne Farbe. Man kann mit ihm nicht nur Käse, sondern auch Gebäck, Kartoffeln oder ja gar Fleischmarinaden würzen. Im Südtirol und Österreich ist der Zigerklee unter dem Namen Brotklee bekannt (Quelle: kulinarisches Erbe der Alpen). Abseits vom Glarner Zigerstöckli findet man dieses Gewürz, das als Pulver erhältlich ist, in der Schweiz aber selten. Ich habe ihn vor einiger Zeit im Gewürzlädeli erstanden und ihn schon unter Falafel, Dips oder Kartoffelstock gemischt. Man muss es eben mögen!

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Zigerklee oder Brotklee


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Dieser Tage verfeinert der Zigerklee meine Berner Bretzeli. Um dem Mitbewohner den Einstieg in die Welt des Zigers zu vereinfachen, würze ich sparsam. Der Teig bleibt also hell und verfärbt sich nicht grünlich.

Natürlich nehme ich für den Teig gute Butter, aber auch ein bisschen Schweinefett. Das ist relativ geschmacksneutral, macht den Teig aber schön knusprig.

Bretzeli mit Zigerklee

Zutaten:

90g Butter
30g Schmalz vom Wollschwein
1 grosses Ei
1 TL Salz
1 EL Kümmel
1/4-1/2 TL Zigerklee*
300g Mehl

* in Zürich bei Schwarzenbach erhältlich. 

Zubereitung:

  1. Butter und Fett schaumrig rühren.
  2. Die Gewürze und Ei beifügen und gut vermischen
  3. Das Mehl untermischen. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
  4. Den Teig zu baumnussgrossen Kugeln formen und diese im mit Schmalz eingefettete Bretzeleisen legen udn braun backen.

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