Zwiebeln aus der Glut

Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird schon seit über 5000 Jahren als als Heil- und Nahrungsmittel kultiviert (Quelle: Wikipedia). In meinen Augen erhält sie nie den Respekt, der ihr wirklich gebührt. Immer, immer versteckt sie sich dezent im Hintergrund. Doch sie verleiht Saucen, Bouillons und Schmorgerichten Süsse, Schärfe und eine Vielschichtigkeit an Aromen. Es gibt keine Küche der Welt, die ohne auskommt!

Der Mitbewohner und ich haben kürzlich verschiedene Gemüsesorten wie Kohlrabi, Aubergine, Kartoffeln und Fenchel gebacken. Wir kamen aber einstimmig zum Beschluss, dass keines dieser Gemüse den Gaumen mit so exzellenten Röstaromen verführt wie die Zwiebel. Deshalb soll dieser Blogeintrag voll und ganz der Küchenzwiebel gewidmet sein.

DSC_3802

Die Zwiebel ist nicht nur ein kulinarischen Höhenflug, sie ist auch sehr gesund. Wo die Wirkung von dem teurem Superfood doch umstritten ist, konnte bei der guten, alten Zwiebel antibakterielle Wirkungen nachgewiesen werden. Und jedes Kind weiss, dass nichts so gut gegen einen Wespenstich hilft, wie eine aufgeschnittene Zwiebelhälfte.

Die ersten Sorten kommen jetzt wieder frisch auf den Markt. Geht zu eurem Gemüsehändler und fragt ihn, was er euch empfehlen kann!

Ich habe die Zwiebeln einfach in die heisse Glut gelegt. Dabei verbrennt die äussere Schale, doch innen ist sie süss und saftig. Dieses Rezept ist einfach, aber in sich so stimmig. Egal, ob Vegi, Veganer oder Allesesser – wer so ein Gericht nicht mag… Ein Königreich für denjenigen, der die einfach Küche zu schätzen weiss!

Zwiebeln aus der Glut

Zutaten für 2 Personen:

5-6 Küchenzwiebeln mit möglichst viel Schale

Zubereitung:

1. Feuer mit Holzkohle oder Holz machen. Warten, bis sich ein grauer Mantel über die Kohle gelegt hat.

Zwiebel

2. Die Zwiebeln etwa 25 Minuten darin backen – je nach Temperatur (mein Grill war auf ca. 250 Grad) länger oder kürzer. Die äussere Schale wird verbrennen, aber innen ist sie süss und saftig.

Dazu passt: ich hatte noch Tahini aus Israel. Salz und Pfeffer und grüner Salat würden es aber auch tun.

DSC_3809

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.