Kohlräblisalat mit Erdbeeren und Estragon

Eine bekannte Zürcher Foodbloggerin erwähnte in einem Interview, dass sie im Winter nicht auf Erdbeeren verzichten könne, da ihre Instagram-Follower aus Australien dafür kein Verständnis hätten. Mit dieser Aussage hat sie mit mir keinen neuen Fan gewonnen. Wo bleibt die Liebe für die Zutaten? Ist Erdbeere gleich Erdbeere? Oder leisten Sorte, Boden, Wetter und der Bauer nicht auch ihren Beitrag an die Qualität?

Der Mitbewohner hat bei Herrn Pfister auf dem Markt in Zürich Oerlikon eine wunderbare Erbeerensorte erwischt, die in ihrem Geschmack an kleine Walderdbeeren erinnert. Leider kenne ich ihren Namen nicht. Herr Pfister hüllt sich noch in Schweigen. Die Erdbeeren stammen von einem Produzenten im Zürcher Unterland. Hier hat Herr Pfister die beiden Pflückerinnen seines Vertrauens, die speziell für ihn nur die besten und reifsten Früchtchen einsammeln.

Instagram kann halt nur das Auge befriedigen, meinen Gaumen aber nicht. Oder wie seht ihr das?

Kohlräblisalat mit Erdbeeren und Estragon

Rezept von: inspiriert vom Restaurant Mona in Jersualem und Margaretha Jüngling/Simon Schneeberger

Zutaten für 2 Personen:

1 grosses Freiland-Kohlräbli
ein kleines Schächteli mit reifen Erdbeeren

2 Zweige frischer französischer Estragon
mildes Olivenöl
Saft einer Amalfizitrone
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. Das Kohlräbli möglichst dünn hobeln. Je dünner, desto besser.

2. Erdbeeren in feine Schnitze schneiden. Estragon sehr fein schneiden.

3. Die Kohlräbli-Hobel mit etwas Olivenöl und Zitronensaft massieren. Würzen und mit Estragon bestreuen. Mit Erdbeeren garnieren.

Mein Tipp: die Kohlräbliblätter kann man als Chips essen.

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