Chips aus Kohlräbligrün

Knappheit und Not haben die Menschen erfinderisch und kreativ gemacht. Viele der heute beliebte Gerichte, sei es Lasagne, Hacktätschli  oder Fotzelschnitte (French Toast), dienten ursprünglich nichts anderem als der Resteverwertung. Ich frage mich manchmal, ob der heutige Überfluss uns wirklich reicher an kulinarischen Entdeckungen macht.

Ich beschränke mich deshalb oft auf die regionale Ernte und versuche damit ein gutes Gericht zu kochen. Die Aktion Leaf to Root von Esther Kern, Pascal Haag und Sylvan Müller geht noch einen Schritt weiter. Sie überlegen sich, wie man das Gemüse möglichst ganzheitlich verwerten kann. Von dem inspiriert habe ich auch schon Kohlräbliblätter unter den Salat gemischt. Macht das bitte nicht! Sie sind zäh und fasrig. Als Esther Kern schrieb, man könne die Blätter wie Federkohl zubereiten, dachte ich an die berühmten Chips. Ich habe die Blätter im Ofen gebacken und zu einem indischen Curry anstelle der fettigen Papadams serviert. Das ist gut; richtig gut! Der Kohlgeschmack kommt schön durch.

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Kohlräbli-Chips

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zutaten für die Chips

Grün vom Kohlräbli
Olivenöl
Feines Salz

Zubereitung:

1. Blätter abzupfen und grobe Stiele möglichst entfernen.

2. Die Blätter sorgfältig und fein mit Olivenöl einreiben und salzen.

3. Bei ca. 180 Grad zwischen 7 bis 8 Minuten auf einem Backpapier belegten Blech (glatt auslegen) backen.

Dazu passt: serviert sie zum Apéro oder zu einem indischen Curry.

Nachtrag: wer für die zwei, drei Blättchen nicht extra den Ofen anschalten möchte, der kombiniert die Ladung gleich noch mit anderen Blättern. Blumenkohl-Blätter funktionieren auch.

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