Lauwarmer Salat mit Mairübchen

Es ist soweit:

Der Frühling kommt!

Blog46Die Tage werden länger und die Nachbarskatze ist bereits am Sonnenbaden. Dieses Wochenende habe ich mit der Beetplanung begonnen und die ersten Sorten ausgesät. Radiesli gleich ins Beet und etliche ProSpecieRara Tomatensorten (i.e. Pflaumentomaten, Schneewittchen) zur Anzucht vorerst in die Eierschalen. Das tägliche Giessen übernimmt der pflichtbewusste Mitbewohner.

An dieser Stelle das erste Frühlingsrezept mit Mairübchen, auch bekannt als Nevette. In Frankreich, wo sie heiss geliebt werden, heissen sie Navet und sind gemäss meiner Recherche auch mal etwas violett. Das Mairübchen ist die kleine Schwester der Räbe (Steckrübe), schmeckt allerdings viel milder und ist in der Konsistenz zarter als das Wintergemüse.

Ihren deutschen Namen tragen sie, weil die heimische Ernte auf Mai spätestens Juni fällt. Ich bin jetzt schon welche auf dem Wochenmarkt gestossen. Sie stammen aus Italien, genauer gesagt aus Apulien, und gelangen daher schon etwas früher auf die Teller. Mairübchen sind auch eng mit der alten Sorte Teltower Rübchen verwandt, die man auf dieselbe Art wie in diesem Rezept zubereiten kann.

Wer eigene ernten möchte, der kann jetzt aussäen.

mairübchenDie Blätter sollte man übrigens nicht wegwerfen. Man kann sie wie Spinat oder Cima di Rapa zubereiten. Eine gute Verwendungsmöglichkeit zeigt der BettyBossi Blog Kraut und Rüben mit einem Senfrisotto dekoriert mit dem Grün.

Mit dem Gemüse bereite ich jedoch einen lauwarmen Salat mit einer Dijonsenf-Vinaigrette zu. Das Rezept ist der französischen Küche nachempfunden. Es eignet sich als Vorspeise oder als kleiner, leichter Snack zwischendurch.

Rezept von: Inspiriert von den gebratenen Radieschen aus der HeimatKüche, 2015/02

Zutaten (4 Personen):

3-4 Mairübchen, Teltower Rübchen oder Radiesli, ungeschält in ca. 3cm Stücke
3 frische Lorbeerblätter*
Butter oder Olivenöl zum Anbraten
Puderzucker
Salz

für die Vinaigrette:
2
 EL Weissweinessig
1 EL Dijonsenf
2-3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
Schnittlauch (ich: Bärlauch)

* Ich habe einen kleinen Lorbeerbaum im Topf. Das ist äusserst praktisch.

Zubereitung:

1. Butter in einer Bratpfanne erhitzen. Lorbeerblätter darin 1 bis 2 Minuten andünsten.

2. Auf der höchsten Stufe erhitzen und Rübchen und Zucker hinzugeben und einige Minuten rundum anbraten, bis das Gemüse Farbe angenommen hat. Die Rübchen würzen.

3. Für die Vinaigrette die Zutaten vermischen und zusammen mit dem warmen oder lauwarmen Gemüse servieren.

Dazu passt: ein Butterbrot.

Kommentar: Mairübchen halten sich ohne das Grün etwa 4 Tage bis 1 Woche im Kühlschrank.

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