Formaggini ticinesi

Der Kantinenfrass bei meiner Arbeit ist unterirdisch schlecht – auf jeder Ebene. Der ganze Convenience-Mist macht träge und unglücklich. Besonders schockierte mich, dass eine Arbeitskollegin nach einigen Monaten Sabbatical (zu deutsch: Kantinen-Auszeit) mit einer umwerfenden Bikinifigur ins Büro zurückkehrte.

Ich bleibe meinem Motto treu:

Ich möchte in Würde dick werden – aber nicht von schlechtem Essen.

Nun habe selbst ich nicht immer Zeit, was für den Mittag zu kochen und all die Fertigsalate mit den brasilianischen Pouletbrüstchen hängen mir zum Hals raus. Was gibt es für Alternativen?

Kürzlich ist mir zuerst beim Denner und dann nochmals bei Migros die Formaggini ticinesi aufgefallen. Das weckte Kindheitserinnerungen an Sommerferien am Lago Maggiore, die ich mit meiner Familie in einem einfachen Rustico verbrachte.

Orascio

Mein Vater hat diesen Käse wie ein Salat angerichtet (das machte er auch mit gereiftem Mozzarella so).  Ich war mir nicht mehr ganz sicher, ob mir da meine Erinnerung nicht einen Streich spielte, und habe mich nochmals erkundigt. Aber so ist es richtig: Käse mit Essig und Öl.

Der kleine Frischkäse aus dem südlichsten Kanton der Schweiz kann aus Kuh-, Ziegen- aber auch aus Schafsmilch bestehen. Oft ist er jedoch aus Kuhmilch erhältlich (z.B. bei der Migros – den finde ich aber jetzt nicht so berauschend). Dadurch ist der Käse sehr mild und verträgt einiges an Essig. Kräftig würzen nicht vergessen.

Das Foto (siehe unten) habe ich übrigens in der Mittagspause im Büro aufgenommen.

So einfach geht das!

Zutaten (Vorspeise 4 Personen):

4 Formaggini Ticinesi
Rotweinessig
Olivenöl
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Dazu passt: bloss richtig gutes Weissbrot zum Auftunken und ein Glas Merlot. Die Tessiner Küche ist sehr rustikal und ursprünglich. Den Merlot lass ich am Mittag aber lieber weg… ;-)

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